Mythbuster Hardy und Arnd

Hardy  Arnd

Es existiert unter den Motorradfahrern ein Mythos:

Man kann es schaffen an der Nordsee bei Sonnenaufgang zu Frühstücken und am Mittelmeer bei Sonnenuntergang das Anlegebier zu trinken, und das an nur einem Tag.

Diesen Mythos galt es zu untersuchen und entweder zu bestätigen oder zu widerlegen. Die unerschrockenen Tester Hardy und Arnd unternahmen einen Selbstversuch

So sollte die Tour verlaufen. Ein Klick auf das Bild läßt die Karte in voller Größe erscheinen.

Am Vorabend des Experimentes traf man sich also in Norddeich kurz vor Norderney. Das Gasthaus "Zum Fährhaus" sollte der Ausgangspunkt sein.

28. Juli      6.00 Uhr

Die unerschrockenen Tester brechen auf. Die Maschinen sind vollgetankt, das Navi programmiert, der Proviant gebunkert. Alle sind bester Stimmung und voller Zuversicht.

Der Start erfolgt natürlich am Wasser, leider ist gerade Ebbe.

Also ein Grund mehr schnellstens ans Mittelmeer zu kommen.

Der Wetterdienst verheißt für die ersten Stunden nichts Gutes: Regen und 12° sind nicht die besten Voraussetzungen für ein zügiges Vorankommen. Trotzdem läuft es erstaunlich gut und der erste Tankstop an der Ohligser Heide bei Solingen ist bereits um 8.30 Uhr erreicht. Allerdings sind unsere Tester äußerlich ziemlich nass geworden und nur dank ihrer Schutzkleidung noch immer guten Mutes.

So ein Tankstop wird natürlich zu einer kleinen Pause genutzt. Aber mehr als max. 30 Minuten sind nicht drin. Weiter gehts an Köln vorbei Richtung Eifel und Luxemburg. Noch immer Regen und eine Baustelle lässt den engen Zeitplan noch enger werden. Die kurze Etappe über die Landstraße kostet so mehr Zeit als angenommen. Aber es rollt. Und in Luxemburg wird zum zweiten mal, diesmal günstig, getankt. Es ist inzwischen 12.00 Uhr.

Nach der kurzen Pause rollen die beiden nach Frankreich. Ab hier wird die Fahrt zusätzlich durch die obligatorischen Mautstellen für die Autobahngebühren unterbrochen. Die Kosten sind zwar etwas ärgerlich, aber mit ca. 30,00 € für eine Strecke noch überschaubar. Der unbestreitbare Vorteil liegt in der freien Fahrt die nun plötzlich möglich ist. Das Fahren ist sehr entspannt und dank dem Tempolimit von 130 km/h   ;-)   kann man sogar noch einige Eindrücke von der Landschaft wahrnehmen.

War das Wetter bis jetzt noch von Regenwolken geprägt, so kommt ab etwa Dijon die Sonne zum Zug. Der Himmel wird strahlend blau und die Temperaturen klettern schnell auf über 30° (in Worten: dreißig). Endlich trocknen die Klamotten und die Körpertemperatur steigt.

In Frankreich muß der Tank noch zweimal gefüllt werden, und zwar gegen 15.00 Uhr

und 18.00 Uhr.

Die auf den Landstraßen der Eifel verlorengeglaubte Zeit wird nach und nach wieder aufgeholt. Das Ziel, der Hafen von Marseille, rückt in greifbare Nähe. Um 18.30 Uhr ist die letzte Pause vorbei. Noch ca. 130 km. Das müßte zu schaffen sein. Auch wenn die Knochen so langsam steif werden und die Sitzbank bald durchgesessen ist, jetzt hält die beiden nichts mehr auf.

Kurz vor Marseille: Schei.....benkleister!!! Ausfahrt verpasst! Also doch noch ein zum Glück kleiner Schlenker zuviel. Macht aber nichts mehr.

20.00 Uhr

Der Hafen von Marseile ist erreicht. Abgekämft aber glücklich werden nur ein paar Zielfotos gemacht.

   

Und natürlich das Beweisfoto vom GPS

Deutlich zu erkennen: In 13 h und 54 min Gesamtfahrzeit und einem Gesasmtschnitt von immerhin 101.8 km/h ist eine Strecke von 1416,7 km bewältigt worden.

DER MYTHOS WURDE BESTÄTIGT

Für alle die es interessiert: hier ist der Track der tatsächlich gefahrenen Strecke

Nordsee-Mittelmeer.gdb